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Conversion Magazin

Irgendwie ist das ja schon ganz schön seltsam – aber so ist Sport eben manchmal: Da gibt es einen Startblock, eine Ziellinie und dazwischen eine wunderbare Laufstrecke.

Und dann geht einer hin und stellt absichtlich ziemlich unangenehme und schwer zu überspringende Hindernisse auf. Warum? Wahrscheinlich, damit der Läufer beweisen kann, wie gut er über diese Hürden springen kann, ohne dabei auf die Nase zu fallen. Nun: Immerhin sind sich der Läufer und der Ausrichter der Laufstrecke darin einig, dass Hürdenlauf eine tolle Disziplin ist, die Technik mit Tempo in Beziehung zueinander setzt. Letzten Endes ist ein Hürdenlauf eine einzige Lösung von Problemen, vor die man sich freiwillig gestellt hat.

Bei WebSites ist das alles vollkommen anders, denn hier muss soll und kann man sicher davon ausgehen, dass keine einzige hier vorzufindende Hürde extra aufgestellt oder freiwillig übersprungen werden würde. Im Gegenteil: die Hindernisse beenden den Weg zum Verkaufsprozess meist sehr, sehr schnell und auf die Nase fällt: der Verkäufer.

Nun muss man natürlich bei Online-Auftritten berücksichtigen, dass es sich hierbei nicht um 400 Meter lange Aschebahnen mit den allerbersten Bedingungen handelt. Aufmachung, Zielsetzung, Zweck, Anlass, Navigation, Zielgruppe oder Kundenführung sind viel zu ambivalent, als dass es den einen Weg gäbe, der immer in Rekordgeschwindigkeit zum Ziel führte.

Hindernisse sind unausweichlich und so gesehen völlig normal. Und ein einigermaßen geübter User kommt mit diesen ‚natürlichen‘ Hürden eigentlich auch meist ganz gut zurecht, wenn, ja, wenn sie nicht zu hoch sind (eine Bürgersteigkante stellt zum Bespiel schon ein gewisses Hindernis dar, lässt sich aber deutlich besser überwinden, als die exakt 106,68 Zentimeter hohe Hürde aus dem Rennen). Das einzige, was ein WebSite-Betreiber will ist, dass sein User durchs Ziel läuft. Darum ist es absolut entscheidend, sämtlich Hürden so niedrig wie möglich zu halten, damit möglichst viele User sie überwinden können.

Oder ihnen im Zweifel über das Hindernis zu helfen. Oder eine Leiter anzubieten, um drüberzukommen. Diese Hilfen sind auch alle nicht besonders schwer zu bewerkstelligen, wenn man bloß immer genau wüsste, an welcher Stelle der User wie ein Ochs vorm Berg steht und nicht weiter kann oder will. Wenn man doch bloß präzise wüsste, wo das Problem liegt, wenn man nur wüsste, wie viele davon es wo gibt...

Genau hier und mit dieser Fragestellung beginnt die Optimierung einer WebSite: bei der Hürdenanalyse. Wo springen die User ab? Wo verklicken sie sich? Wo kommen sie nicht weiter? Wo gehen sie im Browser zurück? Wie tief scrollen sie eine Seite? Was sehen sie und was nicht? All diese Fragen sind mit der richtigen Software und den richtigen Tools zum Glück sehr gut skalierbar. Und so blöd das nun auch immer klingt: Gefahr erkannt, Gefahr gebannt! Button zu klein? Größer machen! Call to Action in falscher Farbe? Ändern! Kundenansprache irrelevant? Anpassen!

Natürlich ist Conversion-Optimierung ein ziemlich komplexer Prozess, der unter Umständen sehr viele Elemente beinhaltet und berücksichtigen muss. Aber: mit den richtigen Informationen und aussagestarker und klarer Anfangsanalyse möglicher Hürden und Hindernisse ist Conversion-Optimierung kein Hexenwerk. Man muss sich nur dran geben und den Weg zum Ziel so gut wie möglich ebnen. Notfalls auch Schritt für Schritt und nach und nach.

Denn eins ist klar: Im Gegensatz zum leidensbereiten Spitzensportler mit Medaillenaussicht kann ein normaler User Hindernisse nicht ausstehen. Auch wenn er´s sportlich nimmt, die Sache mit dem Internet.

 

Lesson learned

  • Hindernisse wird es immer geben
  • User wissen, dass sie mit Hürden rechnen müssen
  • Hürden müssen so niedrig wie möglich sein
  • Wir können dem User aktiv dabei helfen, gut durch eine Seite zu kommen
  • Die genaue Analyse der Hindernisse ist unabdingbar
  • Gute Conversion Optimierung ist immer faktenbasiert

 

Seit 2006 ist David Unternehmer und Berater für KMU's sowie Konzerne. Mit seinem Unternehmen konversion.digital arbeitet er in und an Unternehmen um dessen digitalen Marketing-Prozesse konstant und agil zu verbessern. Seine Leidenschaft ist Konversionsoptimierung und User Experience und seine Vision war es immer: "Aus Besuchern Kunden zu machen.“

Seither begeistert er auf auf den Bühnen dieser Welt und zudem auch auf den eigenen Veranstaltungsformaten (konversion.digital/night - Conversion Roadshow) Zuhörer und Veranstaltungsteilnehmer durch eine leichte und dennoch amüsante Darstellungsweise, wie man User eines eCommerce Shops oder einer Landingpage zu Kunden machen kann. Seit 2022 arbeitet David & konversion.digital mit FLYERALARM am eigenen Projekt wandmagie.de.

 

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