Conversion Magazin

Wir führten ein Interview mit Remo Fyda

Redaktion: Hallo Remo, als CEO von Proven Expert kennst Du dich hervorragend mit dem Thema Trust und dem Effekt auf die Conversion Rates aus. Kannst du uns etwas zu deinem Werdegang und Deinem Thema auf der Conversion Roadshow 2018 in Köln erzählen?

Remo Fyda: Danke nochmal für die Einladung zum Interview. Mein Background liegt im Agenturgeschäft, wo ich in verschiedenen Stationen Konzerne bei der Planung und Umsetzung digitaler Strategien betreut habe. Dabei ging es stets darum, Traffic auf möglichst gut konvertierende Websites zu leiten. Dass dabei Vertrauen eine zentrale Rolle spielt, hat sich immer wieder gezeigt und ist wichtiger denn je. Bei ProvenExpert dreht sich alles um genau diesen Aspekt der Vertrauensbildung, um den Umsatz zu steigern.

Redaktion: Warum hast Du dich genau für dieses Thema entschieden?

Remo Fyda: Das Thema Trust-Elemente ist meiner Meinung nach schon immer unterschätzt worden, und wenn man sich heute als Anbieter die Frage stellt, wie man mehr Kunden gewinnen und erfolgreicher werden kann, ist Vertrauen dabei einfach ein ganz zentraler Aspekt. Verbraucher sind immer aufmerksamer und auch skeptischer, sodass man als Anbieter Beweise dafür liefern muss, dass man authentisch und vertrauenswürdig ist.

Redaktion: Welchen Einfluss hat deiner Meinung nach Vertrauen auf die tatsächliche Kaufentscheidung?

Remo Fyda: Einen ganz wesentlichen. Auch wenn man Vertrauen auf einer Website nicht so direkt wie etwa die Verweildauer oder eine Bounce Rate messen kann, steht dieser Aspekt unmittelbar in Zusammenhang mit der Entscheidung eines Nutzers, auf meiner Website zu konvertieren oder nicht. Messbar machen lässt sich dieser Effekt zum Beispiel in A/B- Tests: eine Landing Page mit einem Trust-Siegel und eine Variante ohne – sehr oft sieht man den vertrauensstiftenden Effekt dann auch in einer höheren Conversion Rate.

Redaktion: Gibt es ein Praxisbeispiel wo sich die Einbindung von Trust Elementen wie Bewertungen bei einem Kunden besonders deutlich bemerkbar gemacht hat?

Remo Fyda: Unsere Kunden sind sehr verschieden und haben dem entsprechend unterschiedliche Voraussetzungen und Ziele. Es gibt zahlreiche kleinere Unternehmen oder Selbstständige, die über ProvenExpert zusätzliche Kundenanfragen und damit Aufträge erhalten. Der Keynote-Speaker und Start-Up Coach von Höhle der Löwen, Felix Thönessen, konnte zum Beispiel den Einfluss seiner Kundenbewertungen ganz konkret an einem Beispiel benennen. Er erhielt einen Auftrag mit einem nicht unerheblichen Umsatz, nachdem der Kunde sich über seine Bewertungen informiert hatte. Aber auch große Unternehmen profitieren von Kundenbewertungen als Trust Element. Das Hausbau-Unternehmen Heinz von Heiden macht mit Hilfe von ProvenExpert.com die Erfahrungen seiner Bauherren transparenter und erleichtert so vielen zukünftigen Eigenheimbesitzern die Entscheidung für das richtige Bauunternehmen. Zu den für Heinz von Heiden relevanten Suchbegriffen konnte durch Einbindung der Bewertungssterne an der Website in den Google-Suchergebnissen die Sichtbarkeit deutlich erhöht werden. Darüber hinaus wurde das ProvenExpert-Siegel auf der Unternehmens-Website und das entsprechende Widget auf Facebook integriert. Hier haben Unternehmen bzw. Speaker und Verbraucher gewonnen.

Redaktion: Welche Maßnahmen haben dich in der Praxis enttäuscht? Gibt es Fälle wo du dir mehr erhofft hast?

Remo Fyda: Wir kennen natürlich nicht die Conversion Rates all’ unserer Kunden. Allerdings führen wir interne Umfragen durch und erhalten regelmäßig Feedback aus persönlichen Gesprächen, wie z.B. Quality-, Sales- oder Support-Calls. Eine interne Umfrage ergab kürzlich, dass unsere Kunden mit ProvenExpert Ihren Umsatz um durchschnittlich 10% steigerten bei nur 15 Minuten wöchentlichem Zeitaufwand. Das ist ein beachtliches Ergebnis. Im Gegensatz dazu erhalten wir ab und an Rückmeldungen, dass Kunden die Wichtigkeit von Online-Bewertungen noch nicht erkennen. Hier gibt es noch viel Potenzial, Ihnen dies vor Augen zu führen. Letztlich stehen wir auch alle immer wieder unter einem enormen Zeitdruck und müssen unsere Ressourcen entsprechend einteilen. Wir hören ab und an den Satz: „Ich habe mich zwar angemeldet, aber hatte noch keine Zeit, mich damit auseinander zu setzen.“ Wir wissen, dass ProvenExpert bei geringem Zeitaufwand bares Geld in die Kassen spülen kann. Dies funktioniert aber eben auch nur, wenn man sich kurz die Zeit dafür nimmt. Bei den Kunden, die ProvenExpert aktiv nutzen, ist das Feedback durch die Bank sehr positiv. Was sind deiner Meinung nach die 3 besten Conversion Tipps?

1. Bewertungssiegel an der richtigen Stelle einsetzen
Wenn ich ein Bewertungssiegel mit zahlreichen positiven Kundenbewertungen habe, sollte ich dieses auch wirksam auf der Website einbinden. Das heißt nicht, dass dies auf jeder einzelnen Seite stehen muss – aber es bietet sich zB. an, so ein Siegel etwa im Footer einzubinden sodass es auf unaufdringliche Weise auf der ganzen Website zu sehen ist. Idealerweise steht ein solches Siegel aber auch gut sichtbar dort, wo die Conversion-relevantesten Klicks passieren sollen, also bspw. auf Registrierungs- oder Warenkorbseiten.

2. Testimonials für zusätzlichen Social Proof nutzen
Aus den Stimmen zufriedener Kunden lassen sich meist einzelne herausstellen, die besonders treffend bzw. lobend und authentisch sind. Diese können als Zitate mit Nennung und Bild des Kunden mit dessen Einverständnis auf der Website platziert werden, um zusätzliches Vertrauen bei potenziellen Kunden zu schaffen. Das funktioniert, weil sich Nutzer dann weniger anonym sondern konkreter vorstellen können, welchen Nutzen ein Produkt/eine Dienstleistung bietet und dies von ganz konkreten Personen mit ähnlichen Bedürfnissen bestätigt wird.

3. Ehrlich währt am längsten!
Wenn man Kundenbewertungen als Trust-Element nutzen will, darf man nicht denken, dass hierbei nur die besten Bewertungen zählen und nur volle 5 Sterne den gewünschten Effekt bringen. Studien belegen, dass es völlig okay ist, wenn auch mal eine negative Bewertung dabei ist – denn niemand ist perfekt und auch als Anbieter kann mal etwas schief gehen. Eine Durchschnittsnote von 4,5 ist demnach im Schnitt sogar verkaufsfördernder als die Maximalpunktzahl. Daher: offen mit Bewertungen umgehen, Kritik ernst nehmen und den Kunden zeigen, dass man bei negativen Erfahrungen gewillt ist, die Nutzererfahrung zu verbessern. Das signalisiert Transparenz und Authentizität.

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