Britta Behrens im Interview
Stell dich den Lesern bitte einmal vor.
Britta Behrens: Ich bin Britta Behrens und ich bin LinkedIn Marketing und SocialSelling Beraterin, gebe Workshops, Keynotes und Coachings für Unternehmen und auf diversen Konferenzen und Events. Parallel arbeite ich Senior B2B Marketing Managerin bei den Nerds und begleite dort Marketing und Salesteams unserer Kunden bei ihren Social Selling Projekten und ihrer Content-Strategie auf LinkedIn.
Wo kann man dir begegnen, sich mit dir austauschen und dein Expertenwissen erfahren?
Britta Behrens: Am leichtesten begegnet ihr mir auf LinkedIn. Dort gebe ich regelmäßig mein Wissen rund um LinkedIn, Marketing und Sales weiter und kündige auch an, wo man mich persönlich auf Events und Veranstaltungen treffen kann. Mein LinkedIn Profil ist mehr als nur eine digitale Visitenkarte.
Gibt es Funfacts/Freizeitfacts die du mit uns teilen möchtest?
Britta Behrens: In meiner Freizeit trefft ihr mich auf dem Golfplatz. Dieser Sport ist so vielseitig und irre gut. Das ist eine absolute Sucht, die allerdings dazu beiträgt, dass ich gesund und ausgeglichen bleibe. Ich bin begeisterte Gin-Tasterin und zocke sehr sehr gerne jede Art von Spielen. Gesellschaftsspiele, Xbox, Poker, Skat… Als Funfact: Während Corona haben wir uns um unsere Nachbarin Marlene intensiv gekümmert. Mit ihr haben wir den 1. Frauen Skatclub Wahlscheid gegründet. Nur mit Phase 10 brauchst du mir nicht kommen. Absolutes Glücksritterspiel.
Welche Chancen u. Herausforderungen siehst du in der Digitalisierung des Mittelstands?
Britta Behrens: Die große Herausforderung bei der Digitalisierung im Mittelstand ist, dass das Tempo zu langsam ist, wie sie sich an digitale Prozesse und Möglichkeiten heranwagen. Die Innovationszyklen sind noch zu lang. Corona hat glücklicherweise doch dazu beigetragen, dass viele umdenken und schneller agieren als bisher. Die große Chance sehe ich in der digitalen Kommunikation und des Networkings. Hier liegt noch vieles brach.
Worin siehst du förderungsbedarf im Rahmen der Digitalisierung?
Britta Behrens: Digitale Infrastruktur ist im ländlichen, regionalen Raum, wo viele Mittelständler ansässig sind noch katastrophal. Ich lebe in Engelskirchen Wahlscheid und da ist die Internetleitung inzwischen stabil, aber auch der Mobilfunk lässt zu wünschen übrig. 5G und autonomes Fahren später ist derzeit ein Hirngespinst. Dann fehlt es viel an digitalen Prozessen und Tools, die die Mittelständler effizienter arbeiten könnten. Und auch der digitale Sales und Marketing stecken noch in den Kinderschuhen
Wenn du etwas Positives zu der Digitalisierung beitragen könntest, was wäre es?
Britta Behrens: Als Kommuninkationsexpertin möchte ich den Mittelstand ermutigen offener diese Netzwerkchancen zu nutzen. Der Mittelstand funktionierte schon immer über Empfehlungsmarketing und gute Netzwerk. Allerdings nur in ihrer persönlichen bekannten Welt. Dass es möglich ist Fremde, aber themenaffine und Interessenten digital zu begeistern und langsam ans Unternehmen heranzuführen, haben viele noch nicht begriffen. Sie haben in der Regel nur einen brachliegenden XING Basis Account als digitale Visitenkarte und Fußabdruck und dann hört es auf. Netzwerke sichtbar machen, sein Know-how teilen und neue Menschen erreichen, das ist die Devise. So sichert man das Geschäft der Zukunft und Wachstum.
Was möchtest du (jungen) Unternehmern mit auf den Weg geben?
Britta Behrens: Beginnt so früh wie möglich Netzwerke zu schmieden und euch sichtbar in der Branche und bei potentiellen Kunden zu machen. Auf diese Weise öffnen sich viel schneller Türen.
Welche konkreten Tipps hast du für das Marketing, speziell für Social- Media?
Britta Behrens: Mein favorisiertes Netzwerk ist natürlich LinkedIn. Hier ist Erfahrungsaustausch und Know-how Vermittlung auf vielen Ebenen möglich und gleichzeitig der Aufbau des Unternehmens als Marke.
Britta Behrens: Alle Unternehmer:innen sollten ihre Mitarbeitenden ermutigen auf LinkedIn für ihre Fachbereiche aktiv zu sein und als sogenannte Corporate Influencer:innen aufzutreten. Unternehmen brauchen eine solide Content- und Kommunikationsstragie. Als Tool-Favorit für Marketing und Sales, um digitale Prozesse und Netzwerke abzubilden empfehle ich Leadjet. Sofern die Unternehmen ein CRM_System wie HubSpot, Pipedrive oder Salesforce besitzen. Daran hakt es ja häufig im Mittelstand. Leadjet ist der Connector zwischen LinkedIn und dem CRM und die Kommunikation und Kontaktdaten von neuen Netzwerkkontakten lassen sich einfach ins CRM übertragen. Auf Knopfdruck. Eine enorme Zeitersparnis.
Welche allgemeinen Tipps möchtest du den Lesern mitgeben? Buch- und Veranstaltungsempfehlungen nicht ausgeschlossen.
Britta Behrens: Ich setze mich nicht für einen stetig skalierenden und ressourcenfressenden Kapitalismus ein, sondern für einen Kapitalismus, der nachhaltig und gesellschaftlich agiert. Der Kapitalismus ist für den Wohlstand der Menschen da und nicht die Menschen für den Kapitalismus. Ich bin für ein wertschätzendes Miteinander, kein Profit auf Kosten anderer. Daher empfehle ich den Klassiker von Dale Carnegie: Wie man Freunde gewinnt. Ein sehr inspirierendes Buch. Durch die gegenseitige Wertschätzung wachsen wir gemeinsam und profitieren alle.
Wen würdest du gern mal interviewen und warum?
Jürgen Klopp. Ich bin begeisterter BVB Fan, aber auch großer Jürgen Klopp Fan durch seine Leadership Philosophie. Mit ihm zu sprechen wäre großartig.