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Website Relaunch.

Der grundlegende Umbau einer Website: nicht nur visuell, sondern entlang Technologie, Informationsarchitektur, Inhalten und Conversion-Flow. Das häufigste Missverständnis: ein Relaunch ist keine Designentscheidung, sondern ein strategisches SEO- und CRO-Projekt mit klaren Risiken.

Ein Website Relaunch bezeichnet den tiefgreifenden Umbau einer bestehenden Website: typischerweise verbunden mit neuem CMS, neuer URL-Struktur, neuer Informationsarchitektur und neuen Conversion-Flows. Damit unterscheidet er sich grundlegend vom Redesign, bei dem das visuelle Erscheinungsbild im Vordergrund steht und URL-Struktur sowie Informationsarchitektur meist unangetastet bleiben. Der Unterschied ist praktisch, nicht akademisch: Aufwand, Risiko und SEO-Impact liegen in anderen Größenordnungen.

Definition

Ein Relaunch ist die strukturelle Neuaufstellung einer Website entlang mindestens drei der vier Dimensionen Technologie, Architektur, Inhalte und Conversion-Flow. Wer nur an einer Dimension arbeitet, macht eine Optimierung; wer an allen arbeitet, macht einen Relaunch. Die Abgrenzung ist wichtig, weil sie Erwartungsmanagement, Projektstruktur und SEO-Risikobewertung bestimmt.

Typen

  • Technischer Relaunch, CMS-Wechsel, Hosting-Umzug, Framework-Erneuerung bei weitgehend unveränderten Inhalten und URLs.
  • Strategischer Relaunch, Neue Informationsarchitektur, neue Content-Strategie, angepasste URL-Struktur nach Geschäftsmodell-Wandel.
  • Marken-Relaunch, Rebranding mit Designbruch, neuem CI, neuen Tonalitäten; oft gepaart mit technischem Umbau.
  • Full Relaunch, Alle drei gleichzeitig. Höchstes Risiko, größtes Potenzial, und klar der aufwendigste Projekttyp.

SEO-Risiken

Der häufigste Fehler: Relaunch ohne sauberes URL-Mapping. Wenn alte URLs ohne 301-Weiterleitung ins Leere laufen oder per Gruppen-Redirect auf die Startseite geschickt werden, verliert Google den Suchintention-Match, und stuft die neuen Seiten niedriger ein. Zweithäufigster Fehler: Canonical-Chaos im Staging, das live geht. Dritthäufigster Fehler: Core Web Vitals brechen ein, weil neue Design-Elemente (Full-Screen-Videos, schwere JS-Frameworks) die Performance verschlechtern. Jeder dieser Fehler ist beherrschbar: aber nur, wenn er als eigener Projekt-Workstream geführt wird, nicht als Nebenschauplatz des Designs.

Relaunch vs. Redesign

Ein Redesign ist eine visuelle Erneuerung auf bestehender Struktur: gleiche URLs, gleiche Seitenarchitektur, gleiches CMS, nur neue Optik. Ein Relaunch greift tiefer: strukturelle Änderungen an URLs, Templates, Content oder Technologie. Das hat Konsequenzen für Aufwand (Redesign 2–4 Wochen vs. Relaunch 12–20 Wochen), für Kosten (Faktor 4–8) und vor allem für SEO-Risiko. Ein sauberes Redesign kann ohne SEO-Verlust laufen; ein Relaunch ohne SEO-Begleitung fast nie. In der Praxis ist die Grenze fließend: wichtig ist, die Dimensionen ehrlich zu benennen, bevor das Projekt startet.

Erfolgsmessung

Ein Relaunch ist erfolgreich, wenn mindestens drei Kennzahlen gleichzeitig stabil oder besser sind als vor dem Launch: Sichtbarkeitsindex (Sistrix), organischer Traffic (GA4), Conversion-Rate, Core Web Vitals. Ein „erfolgreicher" Relaunch, bei dem die Sichtbarkeit 20 % absackt, ist kein Erfolg, auch wenn die Marketingabteilung das neue Design feiert. Unser Benchmark: Sichtbarkeit binnen 30 Tagen stabil, binnen 90 Tagen 5–15 % über dem Ausgangswert, Conversion-Rate durch CRO-First-Design messbar angehoben. Die praktische Umsetzung dieses Benchmarks liefern wir auf der Service-Seite zum Website-Relaunch.

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